Teddüüüüh

Nachdem einige Yodas abgearbeitet waren und in meine Auftragsannahme etwas Ruhe eingekehrt war, überlegte ich mir schon eine neue Idee. Da kam mir ausnahmsweise mal der TV zur Hilfe. Denn hinter mir [nein, wir haben unser WohnEssBüro nicht um die Glotze herum gestaltet!] hörte ich dieses typisch tiefe Teddüüüüh, welches wir alle von Mr Bean kennen. Wie automatisch griff ich zu meiner dunkelbraunen Wolle und fing an zu häkeln.

Nachdem ich das erste Mal inne hielt, war ich schon recht weit, was mich sehr erstaunte. Aber schaut selber:

Der zweite Arm war zu diesem Zeitpunkt natürlich auch fertig, aber noch nicht angenäht. Das ist im Übrigen gar nicht so einfach, die Arme gleich hoch anzubringen, wenn etwas keine Knochen hat, an denen man sich orientieren kann, wie beim Menschen. Aber auch das ist mir geglückt.

Dann kam das Problem mit der Schnauze und den Augen. Erst wollte ich Knöpfe nehmen. Ich bin mit meinem Mann quer durch Dessau geradelt, bis wir die scheinbar richtige Größe gefunden haben. Natürlich habe ich den Teddüh nicht mitgenommen, was die Suche erschwerte. Aber ich habe mich zum Schluss dann doch für gehäkelte Knöpfe entschieden. Das sieht, wie ich finde, schön aus. Was sagt ihr?

Voller Stolz wanderte dieses Kerlchen natürlich auch über Twitter und auf das Handy von meinem Mann. Gleich meldeten sich zwei Kolleginnen, die unbedingt für ihre Männer/Väter einen solchen haben wollten. Da ich natürlich brav & anständig erzogen bin, habe ich mich sofort an die Umsetzung dieser Arbeit gesetzt.

Ich erkundigte mich, nachdem diese Geschenke überreicht wurden, ob sie beim tatsächlichem Empfänger gut angekommen waren, machte ich mir doch ein bisschen Sorgen, sie seien zu unperfekt. Aber entweder waren es gute Schauspieler, oder die Empfänger nahmen die kleinen Fehler als Einzigartigkeit der Handarbeitskunst hin und ihnen gefiel das Geschenk wirklich.

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