Ruhig Blut und locker bleiben – Teil XVIII

Man könnte glatt das Jobcenter mit dem Dinner for One gleichsetzen. Immer wieder eine Masche, um den ALGII-Empfänger zu gängeln. Und ja, inzwischen fühle ich mich gegängelt. Letztes Jahr hatten wir ja das Problem, dass trotz Sendebestätigung angeblich Formulare und Dokumente nicht beim Jobcenter angekommen sein sollen.

Also habe ich mir gestern das Rad geschnappt und bin hingefahren, damit die Behörde alle Originaldokumente haben. Kaum habe ich die Dokumente abgegeben, verlange ich nach einer Eingangsbestätigung. Ich hatte kurz das Gefühl, dass der Mitarbeiter gleich anfängt zu lachen, aber DAS war eben nur mein Gefühl. Er sagte, dass es diese Eingangsbestätigung nicht mehr gebe. Man habe die Möglichkeit, Kopien und Zeitstempel zu machen. Die abgegebenen Formulare wollte er aber auch nicht mehr hergeben, die hätte ich ja schon abgegeben. Ich kam mir wieder einmal von der Behörde komplett verarscht vor. Nur gut, dass ich vorher Zuhause Kopien gemacht habe. Was allerdings auch nicht beweist, dass ich sie abgegeben habe.

Ich war so froh, dass ich noch >6,5 km mit dem Rad zum Tierarzt fahren musste. Das hat mein Drang, ein Mammut jagen zu wollen, massiv verkleinert. Ich muss gestehen, dass es mir sogar richtig gut ging, nachdem ich dort ankam.

Heute Morgen hatte mein Mann die gute Idee, doch mal beim Jobcenter anzurufen und nachzufragen, ob die Dokumente wenigstens hinterlegt sind. Ja, bestätigte man mir, die Annahme des Weiterbewilligungsantrages sei hinterlegt und es sei dokumentiert, dass er an die entsprechende Kostenstelle weitergegeben wird. Mal schauen. Weiter bestätigte man mir, dass es eine Anweisung sei, keine Eingangsbestätigung mehr auszugeben.

Für mich ist das vollkommen verständlich. Da ja sehr selten Daten und Akten im Jobcenter wegkommen oO(KADDY! Denk dran, über Dir sind Holzbalken, die könnten sich biegen!) kann man im Zweifelsfall ja erst einmal vom Bürger den Nachweis fordern, dass er sie überhaupt abgegeben hat. Ich glaube nicht, dass die Kopien mit Zeitstempel eine Chance hat, wenn es wirklich Hart auf Hart kommt, wie man so schön sagt. Okay, es ist sicherlich sehr unwahrscheinlich, dass man sich die Mühe macht, die Formulare zu kopieren und selbe dann doch nicht abgibt, auch wenn mein Kopf mir da sofort etwas anderes sagt. Stichwort „ungeplante Feuerübung“ nach Abgabe.

Da ich aber nicht nur den sogenannten WBA abgegeben habe, sondern auch Informationen für meinen Sachbearbeiter, loggte ich mich prophylaktisch in „meine“ Jobbörse ein. Und siehe da: der alte neue alte Sachbearbeitername war verschwunden. Inzwischen steht ein neuer Name dort. Es scheinen nicht viele Sachbearbeiter in der Abteilung für Rehabilitanten zu sitzen oder es liegt am gleichen Nachnamen, Denn mein Mann und ich haben nun wieder den gleichen Mitarbeiter. Er war uns bis jetzt sehr positiv aufgefallen.

Die Nachricht, ob der Termin mit meinem letzten Sachbearbeiter noch seine Gültigkeit hat, ist über das System raus. Ich erwarte aber ehrlich gesagt keine Antwort und werde sicherheitshalber nächste Woche da aufschlagen.

DAS war hoffentlich erst einmal alles vom Jobcenter für dieses Jahr. Ich wünsche mir für 2017 nichts mehr, als dass die Rentenkasse meine berufliche Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben genehmigt. Denn das ist ein, wie ich finde, sehr großer wichtiger Schritt zurück ins Leben und vor allem weg vom Jobcenter. Nach mehreren Jahren finanziell endlich wieder auf eigenen Beinen stehen hätte was. Ich werde euch das kommende Jahr auf jeden Fall auch auf dem Laufenden halten, was so passiert.

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