Ruhig Blut und locker bleiben – Teil VII

Dank des neuen Hausarztes und der zusätzlichen Medikation konnte ich die Nacht zu heute herrlich schlafen. Mein Gedankenmantra, bei meiner Mutti abgehört, half mir dabei super, nicht in die Falle des Zerdenkens zu laufen. Auch den heutigen Vormittag war ich ruhig und mit anderen Dingen, wie Nachdenken beschäftigt.

Und gemeinsam mit meinem Alphatier Bus fahren ist ja sowieso toll. Danke noch einmal an das Chefgetier von ihm, dass es kurzfristig möglich war, mich zu begleiten. Doch ich schiebe es nicht nur auf die Medikation, dass ich so ruhig blieb. Was konnten sie mir schon Neuartiges erzählen, was ich noch nicht wußte? Nichts!

Frau B. hat sich schwer daran, als wir das Zimmer der Sachbearbeiterin betraten, meinen Mann wieder zu erkennen, sie fragte nach seinem Namen, noch ehe er sich vorstellen konnte. Die zusätzliche Dame stellte sich auch vor, es war leider nicht die Vorgesetzte von Frau B. Diese hatte sicherlich ein uuungemein wichtiges Meeting oder anderweitig verhindert. Ich nenne die unbedeiligte Dritte *husträusper*einfach mal Frau U.

Frau B. eröffnete das Gespräch und Frau U hielt sich im Hintergrund, vorerst. Es wurden wie immer die Möglichkeiten durchgehechelt, die mir schon bekannt waren. Entweder Bildungsgutschein oder Antrag auf Reha, da wäre dann natürlich noch die Sache einer Ausbildung zur Bürokauffrau, das würde manigfaltig ausgebildet in ganz Oberhausen. Der Einwand von meiner Seite (Begleiter sprechen ja in meinem Namen und mein Mann hatte eigentlich diese Frage), was das für einen Sinn machen würde, da ja genu Bürokauffrauen arbeitssuchend seien wurde herunter geredet. Denn da stieg Frau U ein und erzählte von den schlimmen Missverständnissen, die es ja scheinbar auf beiden Seiten gab. Ich gab es auf, Frau U. erklären zu wollen, dass es keine Missverständnisse waren, sondern glatte Lügen. Es folgte nur noch mehr heiße Luft. Vonwegen Co2-Ausstoß der Rinder wegen den Fleischfressern führe zur globalen Erderwärmung. Wie viele Ämter gibt es allein in NRW?

Frau B. riss das Wort an sich und kurze Zeit später mein Unterkiefer eine Furche in den Schreibtisch. Sie behauptete doch tatsächlich, dass sie in unserem ersten Gespräch mich sogar darauf aufmerksam gemacht habe, dass es eine Möglichkeit für junge Menschen bis 35 Jahren ohne Erstausbildung geben würde und ich diese Chance nicht genutzt hatte. Ich merkte, wie mein Alphatier neben mir pumpte. Und da ich noch genug zu tun hatte, meinen Gesichtszug zu bergen, ließ ich ihn was sagen. Denn DAS was sie in dem Gespräch behauptete, war eine glatte Lüge! Und mein Mann war bei diesem Gespräch auch noch dabei. Wir mussten uns beide zusammenreißen, nicht laut zu werden. Das war dann wohl wieder das Stichwort für Frau U. den Faden an sich zu reißen. Wollten Sie doch tatsächlich eine Entscheidung von mir! Nix is, da man eh das Gespräch mit der schönen Botschaft begann, ich bekomme einen neuen Berater zugewiesen, war für mich klar, dass in diesem Gespräch keine Entscheidungen getroffen werden, zumindest von meiner Seite.

Immer wieder betonte Frau U., dass die Agentur für Arbeit ja keinen Fehler gemacht habe und alles nur Missverständnisse gewesen seien und man ja jetzt mit einem guten Gefühl nach Hause gehen könnte. Ich weiß echt nicht, mit wem ich dann die vorangegangenen Termine hatte. Vielleicht hat sie ja eine Zwillingsschwester, die sie ab und zu arbeiten schickt und ansonsten im Keller hält.

Fakt ist, es sind noch beide Möglichkeiten offen und ich möchte erst einmal mit meiner Familie darüber reden. Denn die wissen mich aktuell besser ein zu schätzen. Denn mein Blick auf meine Fertigkeiten ist ein wenig getrübt, würde ich mal sagen. Und um die Diagnoseberichte der Ärzte, dass Frau Doktor rhythmisch Klatschen und Namen tanzen alles anfordert, werde ich mich auch persönlich kümmern. Denn willst Du, dass es gemacht wird, kümmer Dich selbst drum, auch wenn DAS nicht mein Job ist.

Kleiner Hinweis Frau B.: Im März läuft der Zeitvertrag von meinem Mann aus und er ist ja dazu verpflichtet, sich drei Monate vorher arbeitssuchend zu melden, prophylaktisch. Und nun raten Sie mal, wie sein Nachname lautet? ;-)

Und noch einmal vielen Dank an meinen Mann und das Chefgetier fürs Mitkommen können so kurzfristig. Alleine hätte es sicher ein unschönes Ende genommen, so mit Nerven und Zusammenbruch.

 

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Ein Gedanke zu „Ruhig Blut und locker bleiben – Teil VII

  1. Im täglichen Wahnsinn,den „Zauber“ finden?!Trotz dieser doch mehr als „anstrengenden“ Zeiten,viel Kraft & Ausdauer……
    Natürlich auch für-2014-Jahr!

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