Ruhig Blut und locker bleiben – Teil VI

Ich hätte es echt nicht gedacht. Diese Maßnahme, sie ist sinnvoll. Sinnvoll für Menschen, die wissen, worauf sie sich bewerben, aber nicht wissen wie. Doch worauf darf ich mich bewerben, dachte ich am Anfang der Maßnahme. Immerhin trudeln inzwischen Aufforderungen zur Bewerbungen im Portal von Arbeitgebern bei mir ein. Man hatte es mir vorausgesagt. Vielleicht hätte ich dazu schreiben sollen, dass die letzte Tätigkeit als Callcenter Agent nicht mehr ausgeübt werden kann, aus gesundheitlichen Gründen.

Und damit sind wir schon wieder beim Thema: So langsam kann ich nämlich nicht mehr ruhig bleiben. Immer häufiger rege ich mich auf über die Agentur für Arbeit. Kaum ist der Schock über den Termin beim medizinischen Dienst der Arge vorbei, ruft ein privater Arzt zum Termin. Da wird mal eben ein beunruhigender Blutdruckwert festgestellt. Prima! Eine neue Baustelle, deren Ursache unbekannt ist, angeblich. Naja, Kämpfe fordern Opfer. Ich hatte mir nach meinem ehem. Arbeitgeber, welches by the way nun auch „nur noch“ ein Callcenter ist, kein ContactCenter mehr, grundsätzlich geschworen, nicht gegen Windmühlen zu kämpfen und nun sitze ich doch wieder wie Don Quijote im Sattel und kämpfe gegen eine große Mühle.

Und als ob das noch nicht alles sei, wollte ich Anfang der Woche das Protokoll meiner Untersuchung beim med. Dienst der Arge abholen. Man verweigerte ihn mir. Erst als ich das Wort Anwalt in den Mund nahm, sprach das Vorzimmer mit Frau Doktor in Namen tanzen und rhythmisches Klatschen. Das Ergebnis war, dass man sich mit meiner Sachbearbeiterin besprechen möchte, da es nicht üblich ist, dass ich vorher das Ergebnis bekomme. Man hatte mir wie immer nicht zu gehört, aber DAS erwarte ich bei der Arge ja schon lange nicht mehr. Immerhin hatten sich meine scheinbar neuen „Erziehungsberechtigten“ darüber geeinigt, dass mir das Ergebnis, welches es ja noch gar nicht geben dürfte, da man sich die Unterlagen von Dessau holen wollte, zuschicken würde.

Prima! Bald habe ich endlich alle Waffen zusammen, denn auch Don Quijote musste nicht alleine kämpfen. Morgen Vormittag geht es zum Anwalt! Es ist, als wäre mir eine Last von den Schultern gefallen. Jetzt muss ich nur noch gegen das Gefühl der Nutzlosigkeit ankämpfen. Immerhin habe ich nicht mehr das Gefühl, dass ich der Dreck am Fuße einer Kakerlake bin. Und daran haben viele Menschen einen großen Verdienst dran. Der größte Dank gehört allerdings meinem Mann.

 

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Ein Gedanke zu „Ruhig Blut und locker bleiben – Teil VI

  1. Für „Anwälte“, ist die „Agentur für Arbeit“, leider auch „ein rotes Tuch“!Nur beim vorab abkassieren,haben „SIE“ kein“Problem“!
    „Was“ da noch „hoffen“?

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