Regierungsreise Nr. 1 ~ Planung und Anfahrt

Schon vor ein paar Wochen, es war an einer der beiden Tage, an denen es so schön warm war, saß die Glitzerkönigsfamilie im Garten des Glitzerkönigspaares. Das Glitzerprinzenpaar war zu Besuch und man lachte und alberte viel. Plötzlich hatte die Frau Glitzerkönigin Mutter eine wundervolle Idee. Wie wäre es, würden sich alle Vier auf eine Reise durch das Gebiet NRW machen und einige Städte besuchen. Die Idee kam gut an und so machte man sich auf die Suche nach einer schönen Stadt. Der Glitzerkönigsvater wollte zwar die Sippe noch umstimmen und doch wieder an die Nordsee reisen, stieß aber auf taube oder mit Ohropax verstopfte Ohren. Nach einiger Zeit einigte man sich auf Herford.

Seit dem 8. Juli 2013 darf sich die 65.000 Einwohnerstadt endlich wieder Hansestadt nennen, auch wenn sie vorher schon zum Hansefest in Wesel zu Besuch war. Die Gründung Herfords wird auf das Jahr 789 datiert und gliedert sich heute in neun Stadtteile. Weitere Informationen zu Herford findet man hier.

Das ausgesuchte Hotel befand sich fussnah zur Herforder Altstadt, hieß es in der Beschreibung. Doch bevor die Glitzerkönigsfamilie anreisen konnte, wollte sich das Prinzenpaar noch einigen Schönheitsritualen unterziehen. So machte die Familie aus, dass man sich am Anreisetag in Wesel treffen wolle.

Bevor es in den Schönheitssalon ging,  durfte das Prinzenpaar von ihrer Residenz zur Residenz der Glitzerkönigseltern reisen. Man verzichtete auf Prunk, Trubel und reiste mit der Bahn. Vorbildlich wurden sie kontrolliert und genau so vorbildlich zeigten sie ihre Tickets, worüber man doch sehr erstaunt gewesen ist. Nicht ganz so vorbildlich waren die Jugendlichen hinter dem Prinzenpaar. Auch wenn diese am Fenster gesessen haben, waren sie nicht die hellsten Köpfe, wie die Glitzerprinzessin DAS die Welt wissen ließ.

 

Kaum in Wesel angekommen, genoss die ganze Familie ein gar kaiserliches Frühstück im Hause Müllers. Die Prozedur der Pediküre war danach dann ein Kinderspiel und sehr schnell saßen alle in der Kutsche der Glitzerkönigseltern. Man eilte damit zur Autobahn, damit die knappen 200 km hinter sich gebracht werden konnten. Die Reise war kaum öde, da die Glitzerprinzessin bei Twitter immer wieder kleine Hinweise fallen ließ, wo es hinging, hatte sie das Ziel der Reise bis dahin doch für sich behalten. DAS ist ihr unter anderem sehr schwer gefallen, es nicht zu erzählen. Einige Prinzessinnenkolleginnen haben eifrig mit geraten und das Ziel auch dank Hilfe einiger Atlanten auch gefunden.

Das Haus hatte im ominösen Neuland eine rustikale Bewertung bekommen, doch wollte man sich davon selbst überzeugen. Und so checkte man um kurz vor 14 Uhr ins Hotel ein. Bis dieser Prozess hinter sich gebracht wurde und die Zimmer bezogen waren, verging einige Zeit und man durfte etwas selbige verbringen, bis man in das hauseigene Restaurant zu Mittag essen konnte. Also verzog sich die Familie in die Altstadt.

Diese war, entgegen allen Annahmen, sehr verwinkelt und verschachtelt. Mehrere Seitenstraßen machten es der Orientierung nicht leicht. Man machte eine Kaffeepause und plauderte über die ersten Eindrücke, die das rustikal wirkende Hotel auf alle machte. Während die Eltern weiter sitzen blieben, startete das Prinzenpaar auf den Weg, etwas zu trinken zu organisieren, denn ein Barfach geschweige denn eine Flasche war auf den Zimmern nicht zu finden. Beim Verlassen des Hauses war auch das Restaurant sehr dunkel und kein Gast war zu sehen. Personal wuselte hektisch umher, aber nicht einen Blick für die Gäste übrig habend.

Sobald das Glitzerprinzenpaar zurück von Le Aldí war, beschlossen alle, ins Restaurant des Hotels einzufallen, da allen der Magen knurrte. Doch kaum im Hotel angelangt, kam eine große Überraschung: Das Restaurant hatte am Anreisetag seinen Ruhetag. Nicht einmal eine Rückfrage, ob man vielleicht belegte Brote auch annehmen würde, wurde gestellt. Die Stimmung sank! Da hatte der Gitzerkönigsvater einen hervorragenden Einfall: Nicht weit vom Hotel, zwischen selbigem und der Altstadt hatte er eine Gaststätte gesehen. Da man eh nichts zu verlieren hatte, machte man sich auf den Weg. Und er hatte sich nicht geirrt. Man nahm sie mit offenen Armen und einer heißen Küche auf im Gasthaus. Hoch die Tassen, oder vielmehr, wie sie an diesem Wochenende lernten: Hoch die Kugeln. Denn das Herforder Pils wird in einem kugeligem Glas serviert und wird daher Kugel genannt. Und es wanderten einige Kugeln vom wirklich sehr authentisch freundlichem Personal zur Glitzerfamilie auf den Tisch hin und her.

Mit einem vollen Bauch und sehr guter Laune machte man sich abends dann auf den Weg zurück ins Hotel, nicht ohne sich vorher zu vergewissern, ob man am Folgetag wiederkommen könne. Es hätte ja Ruhetag sein können.

Ein Gedanke zu „Regierungsreise Nr. 1 ~ Planung und Anfahrt

  1. „Wer eine Reise macht,auch“ „königliche“,kann doch was erzählen“!
    Wirklich schmunzelnd, davon berichtet!Respekt!Bitte „weitermachen“!

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