Motivation ist nicht alles

Da hängt es wieder. Ich „rede“ vom T-Shirt, was mich motivieren darf, wieder mehr auf mich und meine Ernährung zu achten. Wann und warum habe ich überhaupt damit aufgehört? Ich muss lange überlegen, zu lange für meinen Geschmack. Während ich Monat für Monat von 2016 durchgehe, schaue ich das Shirt an. Ja, irgendwie hatte ich aufgehört, alles Neugelernte anzuwenden, als ich wieder Zuhause war. Wie schnell das doch ging. Die aktuelle Arbeitslosig- beziehungsweise Arbeitsunfähigkeit hatte ihr Übriges dazugetan. Vieles aus der Reha von über einem Jahr lässt sich leider ohne Gehalt nicht umsetzen. Trotz Tafeln und Sortierung von Kosten klappt es nicht, wir hatten es einfach zu oft durchgerechnet. Also wieder von vorn.

Das Shirt hängt und die Ernährung ist umgestellt, am Wochenende folgt die Umstellung des Wohnzimmers  Entschuldigt diesen alten Wortwitz, die Motivation ist hoch. Schwimmen ist aktuell nicht drin, dazu ist noch alles irgendwie zu knapp, finanziell gesehen. Dafür ist Lady entstaubt, mein Fahrrad. Die alte Sixpack-App ist auch wieder installiert und mein Geburtstagsgeschenk von letztes Jahr wird nach Weihnachten auf den Weg zum Hersteller geschickt, damit es repariert wird. DAS darf nämlich auch auf eigene Kosten passieren.

Da hängt es wieder, das T-Shirt. Erinnerungen an die Gefühle der Motivation beim Laufen kommen zurück, an die Erfolge. Doch mit wieder 118 kg wird das aktuell nichts. Doch den Wind beim Fahrrad fahren im Gesicht zu spüren ist ähnlich. Hubby und ich haben letztes Wochenende den Ruhrtalradweg entdeckt und er ist toll, sogar bei Nieselregen. Wir werden ihn sicher das kommende Jahr noch das eine oder andere Mal besuchen.

Motivation ist nicht alles, da gebe ich vollkommen Recht. Doch manchmal kann sie der Disziplin ein bisschen auf die Sprünge helfen. Man lebt schließlich nur einmal im Leben. So gehen wir zumindest davon aus.

Ein Gedanke zu „Motivation ist nicht alles

  1. Motivation ist vielleicht nicht alles, da hast Du Recht. Zu oft versteckt sie sich, vorzugsweise in Couchritzen und im Bett. Das geht Menschen wie Leuten so, und ich nehme mich da auch nicht raus. Hell, ich hab das selbe Problem. Das 2016 war abnehmtechnisch ein Rückschritt und ich merke es, die Lieblingsjeans sitzt längst nicht mehr so leger, wie ich es eigentlich gewohnt bin.
    Aber wenn nicht Motivation, was dann? Wozu Verzicht und Disziplin und (zumindest in meinem Fall) sich noch mehr zwingen, Zeit weg vom KINDLE verbringen? Ist es nicht egal, wie man aussieht, wie viel die Waage anzeigt? Ist es nicht egal für diejenigen, die dich so mögen, wie du bist – oder dir eben gestohlen bleiben können, wenn sie das Gesamtpaket nicht akzeptieren können?
    Verzwickte Frage; ich weiß … denn auch wenn man sich und anderen 9 Mal am Tag ernsthaft versichert, man tut das alles, um mit sich selbst sich besser zu fühlen und nur für sich – es ist nur die halbe Wahrheit, oder? Man tut es nicht nur für sich; sondern man will, dass andere es bemerken, honorieren.
    Ich habe leider kein Motivationsshirt, das am Schrank hängen könnte, aber ich nehme dafür schlicht dich … wenn du dich 2017 aufraffst, werde ich nachziehen … und dich und mich herausfordern … jeden Tag auf’s Neue, für Shirts, für Inseln, für was auch immer … :)

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