Kurzurlaub 1ter Teil – Anreise

Hallöchen zusammen …

… noch immer rast die Pottlandschaft zwischen Duisburg und Bielefeld an uns vorbei. Doch ich habe für diese Schönheiten aktuell keinen Blick. Mir kribbelt es in den Fingern, diesen Blogpost an zu fangen.

… ein Kurztripp, oder Kurzurlaub, war es für meinen Mann und mich nicht, auch wenn die Zeit wie im Fluge verging. Vor sechs Nächte machte ich mich subjektiv gefühlt in selbiger auf den Weg zum Bahnhof in Dessau, um die aktuelle Reise rückwärts an zu treten. Doch ich nahm die Strecke über Minden, nicht über Bielefeld. Denn Bielefeld gibt es ja nicht. [hier der Link zur Bielefeld-Verschwörung, sollte sie jemand meiner Gäste nicht kennen]

… und wie sollte es auch anders sein, die deutsche Bahn zeigte sich auf dem ersten Reisestück von einer erwartenden Seite: der Zug startete bereits mit Verspätung und auf dem Weg nach MD mussten wir wegen einem ICE mehrfach warten. Dafür wollte der hektisch herlaufende Schaffner wenigstens kein Ticket sehen.

… wie zu erwarten, habe ich meinen Anschlußzug in MD verpasst. Doch gar kein Thema, dachte ich mir, nimmst Du den nächsten Zug, der in Richtung Niederrhein unterwegs ist. Sicherlich hat es an diesem Tag das Schicksal, an das ich ja so gar nicht glauben mag, es besonders gut gemeint. Denn dem aufmerksamem Schaffner ist mein QuerDurchsLand-Ticket aufgefallen und auch die Besonderheiten, nämlich die erst ab 9 Uhr Gültigkeit. Das hatte um 8:30 Uhr natürlich noch keine Gültigkeit. Immerhin hatte ich, grob überschlagen, 6 Euro und meine EC-Karte mit. Was sollte also schief gehen? Die Tatsache zum Beispiel, dass man in einer Regionalbahn nicht mit EC-Karte zahlen kann. Der Schaffner war aber sehr liebenswert und wir schauten gemeinsam, wie wir die Kuh vom Eis bekommen konnten. Das Ende vom Lied war, dass ich nachlöste & scheinbar durch Zudrücken der Hühneraugen aller Mitreisenden reichte sogar mein überschlagenes Geld für ein Ticket von 11 Euro. DIE Geldbörse geb ich nicht mehr her. Ich habe den Schaffner auf dem Rest der Strecke aber auch nicht wieder gesehen. Wahrscheinlich war er wirklich damit beschäftigt, bei den Reisenden die Hühneraugen zu zu drücken. 😀

… nach weiteren Umstiegen hatte ich es fast geschafft. Doch das letzte Stück der Hinreise war das körperlich anstrengendste, da vor lauter Aufregung mein Kreislauf immer wieder überlegte, am nächsten Bahnhof aus zu steigen. Bewegen von Arme & Beine und einen Schluck aus der EisteeFlasche halfen, den Kreislauf zum Bleiben zu überreden. Immerhin hatte mein Mann sich 2 Wochen vorher überlegt, zu seinen Schwiegereltern in den Urlaub zu fahren. Wir hatten uns diese Zeit also nicht gesehen, ich bin quasi für diesen Zeitraum Strohwitwe gewesen. Dementsprechend war ich ziemlich aufgeregt.

… großartig hatte er sich aber nicht verändert, war noch immer mein Hübscher. Ein bisschen kräftig um die Hüfte ist er geworden, die gute Pflege der Schwiegereltern machte sich bemerkbar. Doch kräftig zupacken konnte er noch immer, denn er umarmte mich kräftig. Der Urlaub konnte beginnen, die Arme meines Mannes hatten mich wieder.

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