Könntet ihr ohne?

Mittwochabend bin ich eher zufällig über einen Beitrag bei Google+ darüber gestolpert. Gestern habe ich es für einen verfrühten Aprilscherz gehalten, der am 1. April sicher aufgeklärt wird. Doch seit Freitag scheint es Realität zu sein.

Nach unserem Umzug August 2011 war die Deutsche Telekom das erste Mal dreist [in Form eine Auszubildende aus einem Telekom Shop] und verlängerte unseren Festnetzvertrag bei einem Umzug, ohne uns darüber in Kenntnis zu setzen, geschweige denn, uns überhaupt zu fragen.

Nun ziehen sie in Erwägung  die Flatrate zu reduzieren. Und das schlug, zumindest auf Twitter und Google+ hooooohe Wellen. Im Mobilfunkbereich hat es sich bei den anderen Anbietern auch schon durchgesetzt, wobei ich die O²-Variante bis jetzt für sehr vertretbar halte. Aber im Festnetzbereich? Hallo geht es noch?

Natürlich sind es Spekulationen, aber auch die Deutsche Telekom ist ein gewinnorientiertes Unternehmen und da liegt es nah, nach der Reduzierung ein paar Dienste, natürlich kostenpflichtig an zu bieten. Aber wo bleibt denn da noch die Netzneutralität?

Meine erste Reaktion war: Na und? So viele Daten laden wir doch nicht runter. Und ich bin nicht bei der Telekom, was interessiert es mich? Doch wer garantiert, dass mein Festnetzanbieter nicht auch mitzieht, nachdem viele Kunden ihre Drohung wahr gemacht haben und bei der Telekom gekündigt haben. So haben sie die Telekom Kunden und können die Bandbreite ebenso nach gewissen GB reduzieren und andere Dienste kostenpflichtig anbieten. Ich habe über die Sache schon mit meinem Mann diskutiert, der der ganzen Sache mit einer ruhigen Sachlichkeit gegenübersteht. „Den Kopf können wir uns zerbrechen, wenn es soweit ist, Schnubbelchen.“ hat er gesagt. Und Recht hat er.

Trotz alledem kann mein Kopf nicht so einfach aufhören, darüber nach zu denken. Also habe ich einen Entschluss gefasst. Sollte das wirklich so kommen, wie ich den Teufel mit Wachsmalkreide soeben an die Wand gemalt habe, hat mein Provider meine Kündigung für das Internet und auch das Festnetz im Briefkasten. Sicher, wir wären nicht von der Reduzierung betroffen, der Blog und die Games, ab und zu eine Doku, das zieht kein Volumen. Doch denken wir alle, wird der Maya Kalender Recht behalten und in ein paar Jahren besiedelt die Welt nur noch emotionale Zombies. Und dagegen möchte ich mich wehren, auch wenn es scheinbar wenige sind, einer muss ja anfangen.

Seitdem ich den Entschluss gefasst habe, sind auch die Gedanken wieder ruhiger geworden und ich habe das Gefühl, dass mein Hobbyfach mit dem ganzen Fimo und meine Wolle unterm Bett Nacht für Nacht eine Party feiern und beten, die Reduzierung möge so schnell wie möglich eintreten. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt.

Fazit: Ja, ohne Internet könnte ich sehr gut leben. Ich würde sicherlich diesen Blog hier vermissen und auch die Darstellungsmöglichkeiten von Twitter oder Google+, von Britta ganz zu schweigen. Doch das da „Draußen“ ist gar nicht so schlimm wie ich ab und zu dachte. Und Hobbys fernab des PCs tun auch mal ganz gut. Denn wie steht es als Tipp beim Einloggen von WoW unter dem Ladebalken? „Bringt eure Freunde nach Azeroth, aber geht auch mit ihnen nach draußen.“

2 Gedanken zu „Könntet ihr ohne?

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