Kennst Du einen …

… kennst Du alle!

Erst einmal vorweg: Es geht hier nicht direkt um Männer. Obwohl eigentlich schon. Also die Art Männer, die einfach klingeln. Diese Sorte Männer, denen wir Frauen frei und willig die Türe öffnen und hinein bitten. Denn sie bringen Pakete, Päckchen oder einfach nur ein paar Briefumschläge. Es geht nämlich um die Mitarbeiter von Versanddienstleister.

Und da ist es wirklich egal, ob es pdp, lhd oder Herpes ist. Hier in Oberhausen arbeiten sie nach meinem Empfinden alle gleich. Wenn sie das Paket nicht durch das offene Fahrerfenster dem Empfänger zuwerfen können, sind sie sicher mehr als unzufrieden und liefern es scheinbar gar nicht aus. So zumindest macht es das Bild  bei meinem Mann und mir. Denn alleine unsere letzten 4 Bestellungen bei Amazon kamen nicht an.

Katzensand haben mein Mann und ich ja aufgegeben, online zu bestellen. Wir fahren nun lieber entweder mit dem Fahrrad oder laufen die Strecke zum nächsten Tierbedarfsgeschäft und holen es dort ab. Es ist auf jeden Fall sparsamer, als ständig den Katzensand aus den geplatzen Tüten und Paketen zu fegen. Von dem Teil, der sich quer durch den Hausflur verteilt hat, mal ganz zu schweigen.

Unsere Sparabos werden grundsätzlich immer bei uns abgegeben, obwohl wir gar nicht Zuhause sind. Also soweit die Theorie. In der Praxis verschwinde sie dann meist und ich darf mich mit Amazon in Verbindung setzen und abklären, was da nun passiert ist und ob ich eine Neulieferung will oder mein Geld zurück. Dieser ewige Zeitaufwand. Dabei fällt mir ein, dass ich ja noch eine Anfrage offen habe.

Ersatzfilter für unseren Trinkbrunnen, also der Trinkbrunnen für die Katzen, sind auch nicht bei uns angekommen. Der Tracking-ID nach zu urteilen wurde es an einen Nachbarn abgegeben, den es im Haus nicht direkt gibt. Ein Nachbar wird ähnlich geschrieben oO(nicht einmal richtig ablesen können die Fahrer) und bei dem habe ich dann am Folgetag mal geklopft. Leider wurde aber auch da kein Paket abgegeben. Also wieder einmal Amazon kontaktieren, auf Resultat warten und dann entscheiden, Neulieferung oder Geld zurück.

Paketannahme im Büro sind auch sehr spannend. Da habe ich für unseren Nachbarn ein Paket angenommen. Bei der Unterschrift schaute ich auf das Den Aparat, der mir freundlich hektisch entgegen gehalten wurde. Dort stand unter dem Text „angenommen durch“ der Name des Nachbarn. Ich teilte dem Mitarbeiter des Versanddienstleisters mit, dass ich aber nicht der Nachbar sei. Seine pampige Antwort kam sofort: Ich mach ja auch ne Karte an die Türe! Das war für mich das Zeichen, zukünftig mal genauer auf die Apparatur zu schauen. Oder vielleicht hätte ich mit Catgirl unterschreiben sollen.

Wieder ist ein Sparabo zu uns unterwegs. Die Paketnummer war schnell vergeben und wir warteten, dass Zuhause die Klingel ging. Diesen Monat hatte ich das Sirup für unseren Sodastream extra vorbestellt, da es aktuell ziemlich knapp wurde. Alle zwei Stunden schaute ich in die Sendungsverfolgung, als auf einmal ein neuer Status verfügbar war: Es erfolgt ein 2. Zustellversuch. Prima, sie machen einen zweiten Versuch, ohne auch nur einmal dagewesen zu sein? SO möchte ich auch mal arbeiten, oder besser nicht. Immerhin ist heute das Sirup angekommen und wir können beruhigt wieder Wasser mit Geschmack trinken.

Doch die vorletzte Lieferung an uns schoss den Vogel ab! Und dieser Vogel machte von der Stange noch einen Salto, ehe er tod auf dem Boden aufschlug. Aber ganz von vorn: vom Weihnachtsgeld nach dem Tierarztbesuch blieb noch etwas übrig. Und mein Mann wünscht sich schon so lange ein Rasiermesser. Also habe ich ihm eins bestellt. Das sollte auch theo(do)retisch ziemlich zügig geliefert werden. Ich hatte auch keine 24 Stunden später eine Tracking-ID. Die wurde in eine App eingegeben, denn es war ein Bürotag. So kann ich dann unterwegs gucken, ob und wann das Paket abgegeben wird. Noch ist mein Mann ja Zuhause und konnte so das Geschenk entgegen nehmen.

Um die Mittagszeit bekam ich über die App auch die Info, dass das Paket ausgeliefert war. An mich! Mal wieder, ich verdrehte die Augen und wollte das Handy wieder in die Handtasche packen, schließlich war ich ja im Büro. Doch da meldete sich Hangouts und kurz darauf rief ich meinen Mann an. Denn der saß daheim am PC und aktualisierte sekündlich die Homepage des Versanddienstleisters in der Hoffnung, dass sich der Status änderte. Auch er hatte die Änderung mitbekommen. Doch bei uns Zuhause hatte es nicht geschellt. Denn wie ein genauer Blick auf die Versanddienstleisterseite zeigte, hatte das Paket eine andere anwesende Person angenommen: unser Briefkasten. Mal abgesehen davon, dass ich es dreist finde, dass die nicht einmal mehr schellen oO(Fragt mich nicht, wie sie hinein gekommen sind) lag es nicht einmal im Briefkasten. Es lag nämlich im Flur auf dem Boden kurz hinter der Türe. Und da wir eine Glastüre haben, wäre es für jeden ein Leichtes geworden, kurz zu schellen, Post zu brüllen & das Paket bzw. den Umschlag mit der Lieferung mit zu nehmen. Möchte nicht wissen, wie viele Pakete schon auf DIESEM Weg weggekommen sind. Wir können von Glück reden, dass mein Mann so zügig unten am Briefkasten war und den Umschlag eingesammelt hat. Ich hatte nämlich keine Lust, mich schon wieder mit Amazon in Verbindung zu setzen und einen Nachforschungsantrag stellen zu lassen.

Was habt ihr für Erfahrungen mit den einschlägigen Lieferern gemacht? Ist das auch so bei euch? Oder kennt ihr eure Auslieferer gar persönlich, begrüßt sie mit Handschlag und nehmt sogar gerne für andere Pakete entgegen. Lasst es mich, wie immer wissen, hier, da oder unten in die Kommentare. Ich freue mich immer, was von meinen Lesern mal zu lesen. Denn ich bin mir sicher, jeder hat die eine oder andere Geschichte auf Lager, über die er sich noch immer aufregt.

P.S.: Ich weiß, die Beitragsbilder sind aktuell nicht die Hübschesten. Ich habe nur im Moment wenig Zeit, Bilder draußen zu machen. Denn dazu sollte es am besten hell sein. Ihr versteht was ich meine? Aber das wird in naher Zukunft besser, schon allein von der Anwesenheit der Sonne her ;-)

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