Kaddys Therapie – die Vorbereitungen

Kaum ist der Mann wieder im heimatlichem Hafen angekommen, stand schon die nächste Botschaft ins Haus. Wir freuen uns, Sie in Kürze in unserer Klinik begrüßen … heißt es in dem Brief, der am Samstag in der Post war. Ich könnte zwar ein Fass bei der Klinik aufmachen*, weil sie möchten, dass ich am 29.09. anreise und die Rentenkasse mir einen Aufschub bis zum 30.09. gegeben hat, doch wozu? Erst recht seitdem ich am 15.09. meinen Mann so selbstsicher und zufrieden lächelnd am Bahnhof abgeholt habe, möchte ich doch schon da hin. Und was bringt diese eine Woche? Richtig,nichts. Zumal es der zweite Termin ist, den ich zugesendet bekommen habe. Der erste konnte ja nur nicht eingehalten werden, da er sich um zwei Wochen mit der Reha meines Mannes kreuzte. Kann ja die Katzen schlecht alleine lassen. Wobei @TheOldPossum da eine gute Lösung hatte:

Nur gut, dass die Deutsche Rentenversicherung mit sich reden gelassen hat und meiner Bitte auf Verschiebung nachgekommen ist. Ich wollte zwar eine ambulante Rehabilitation, aber leider gibt es in meiner Nähe keine Einrichtung, die alle meine Symptome behandeln kann. Dass man das in den erst einmal erlaubten 5 Wochen schaffen kann, sind meine Therapeutin und ich uns einig. Immerhin kann ich so komplett abschalten und ich mich ganz auf mich selbst konzentrieren, hat vielleicht auch etwas.

Einen Tag später kam auch erneut die Broschüre inklusive eines Heftes über die Stadt, in die ich fahren werde. Auf dem Zettel mit einigen Informationen für meinen Aufenthalt fand ich auf der Rückseite sogar eine Liste, die einem beim Koffer packen helfen soll. Ich finde das total aufmerksam von denen, haben schon den ersten Pluspunkt gesammelt, obwohl ich noch gar nicht da bin.

Da ich von meinem Mann mit dem Auto gefahren werde (die Geschichte der Reisegutscheine der Deutschen Bahn ist eine Geschichte voller Missverständnisse), kann ich nun auch eigentlich so viel Gepäck mitnehmen, wie ich will … und das Auto schafft. Also steht einer kleinen Auswahl von Dekorationszeug für meinen Filofax und ein kleines Repertoire an Nagellack nichts mehr im Wege. Ich hoffe, die haben da einen Wagen, mit dem ich meinen Überseecontainer aufs Zimmer bekomme. Ein Lastenaufzug wäre auch klasse 😉

Dann war er endlich da, der Tag der Anreise. Ich war die Nacht davor sehr froh, keine Schlafprobleme mehr zu haben. Denn wir durften recht früh aufstehen und auch los fahren. Trotzdem war am Abend vorher an Schlaf nicht zu denken. Vielen Dank an meinen Mann für seine beruhigenden Worte und Gesten, die mir das Einschlafen sehr erleichtert haben. Dank unserer eisernen Disziplin fuhren wir sogar am Morgen 7 Minuten eher los, wie geplant. Doch diese wurden uns vor Essen und in Dortmund wieder genommen. Kurz hinterm Pott war die Bahn aber soweit frei, dass wir bis auf ein paar Baustellen genüsslich durchfahren konnten.

Für mich war trotz Stau und einer kleinen Pinkelpause die Fahrt viel zu schnell herum. Und natürlich merkte ich erst kurz nach dem Pott, dass ich mein Kissen vergessen hatte. Ich habe nämlich so ein besonders Kissen, mit dem ich wie ein Bär schlafe … und nicht minder laut schnarche 😀 Doch mein Mann wollte einfach nicht umdrehen. Also werde ich die kommenden Nächte einmal versuchen, mit dem hier liegenden Kissen zu schlafen.

Auch wenn sie keinen Lastenaufzug hatten, waren dafür die Gepäckwagen sehr gefragt. Wir entschlossen uns aber nach unserer Anreise im Hotel „Zur lockeren Schraube“ auf einen solchen zu verzichten & die Koffer aufs Zimmer zu rollen. Das Zimmer wirkt ruhig und freundlich, wie vieles hier. Die Ruhe geht von der Gegend aus, über die Zimmer bis hin zum Personal. Wenn ich überlege, welch Hektik und Lautstärke alleine bei @dasEcki im Speisesaal war, ist es hier doch leiser.

Mein Mann ist inzwischen in den Strohwitwenstand entlassen und nach Hause geschickt worden. Meine Koffer sind ausgeräumt und verstaut und ich habe alle Termine für heute hinter mir. Diese Woche ist es noch ruhig, ein paar Therapeutentermine und die Begrüßung durch den Wohnbereich steht noch an. Ansonsten habe ich viel Freizeit. Werde also sicher das eine oder andere Mal Zeit finden, nach Bad Hersfeld rein zu laufen und mir die Sachen zu holen, die ich leider Zuhause dann doch vergessen habe. Außerdem warten noch so Sachen, wie Waschmaschine „buchen“ und Wasserspender suchen noch darauf, entdeckt zu werden. Ich werde mich sicher melden, wenn es etwas Neues gibt, hier da oder in einem neuen Beitrag. Vielen Dank für euer Interesse an meiner Therapie.

*Erklärung findet ihr hier, wenn ihr die Redewendung nicht kennt

Ein Gedanke zu „Kaddys Therapie – die Vorbereitungen

  1. Und auch von mir guten Therapie Erfolg!Bin schon gespannt,was da noch an neuen „Überraschungen“ rüberkommt!
    LG,hp

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