Kaddys Therapie – das Ende

Naja zumindest ist es das Ende meiner medizinischen Reha, meine Therapie geht allerdings weiter. Eins habe ich auf jeden Fall in den letzten 7 Wochen gelernt: Eine Depression ist wie Diabetes mellitus. Man bekommt die Symptome und Ursache zwar gut in den Griff, aber so wirklich los wird man es nie ganz bekommen. Also werde ich mein Leben entsprechend umkrempeln und mich darauf vorbereiten, Lazy noch etwas bei mir zu haben.

Was ich nun leider nicht mehr bei mir habe, sind die vielen freundlichen und liebevollen Mitpatienten und Patientinnen aus meinem Wohnbereich. Und auch das Schwimmbad, den Kicker und das Ergometer vermisse ich schon stark. In Bad Hersfeld bin ich doch recht viel aus dem Haus und in die Stadt gegangen, auch einfach mal nur zum Leute gucken und irgendwo einen Kaffee trinken. Das vermisse ich hier auch. Hier in Oberhausen gibt es leider wenig gemütliche Cafes, in denen man zu annehmbaren Preisen einen Kaffee trinken kann. Vor Bäckereiketten halten sich hier die sogenannten „Kauflandpolitiker“ auf und trinken sich warm, ehe es zum Netto geht und das alkoholische Frühstück gekauft wird. Ja, nennt mich spießig, aber ich möchte noch immer oder gerade erst recht nicht Kontakt zu Menschen, die morgens schon eine Flasche Brammes und nen Sixpack Bier kaufen, während ich mit meinen Roggenkrüstchen zwischen ihnen an der Kasse stehe.

Noch etwas habe ich scheinbar aus der Reha mitgenommen: Einen Magendarminfekt. Die schleppe ich nun noch etwas mit mir herum. Und genau der ist im Moment die Ursache dafür, dass ihr so wenig von mir zu lesen bekommt. Ich würde gern wieder Videos machen oder Posts in Ruhe schreiben, aktuell habe ich die Zeit dazu. Doch mein Kreislauf ist hier eine unkluge Kreativitätsbremse und meint immer, mich ans Bett zu fesseln. Also habe ich, damit ich erst einmal in Ruhe Zuhause wieder ankommen kann und mich mit meinem Mann wieder einspielen kann, ist der Uploadplan erst einmal bis Ende des Jahres auf Eis gelegt. Wenn dann doch mal ein Video kommen sollte, ist das sicherlich nicht geplant gewesen. Außerdem ist der Weg vom Bett zum WC kürzer, wie der Weg vom Schreibtisch dahin ;-)

Mir ist dann auch noch in der Rehabilitationseinrichtung wieder der Spaß am handarbeiten und nägeln gekommen. Ihr könnt also gespannt sein, was die Zukunft so alles bringen wird. Wenn ihr nichts davon verpassen wollt, folgt mir doch sicherheitshalber auf Twitter oder G+. Denn da lasse ich das eine oder andere Mal schon eher etwas von mir hören oder lesen oder sehen. Aber auch den einen oder anderen Blogpost wird es sicher bis zum Ende des Jahres geben, bevor …

Na hoppala, nun hätte ich mich fast verplappert. Ihr wollt wissen, was in Zukunft so alles hier passiert? Dann schaut immer mal wieder rein. Aber! die Chaosrückblicke für die letzten Monate des Jahres wird es noch geben, daran werde ich mich setzen.

Nun werde ich aber meinen Kamillentee schnappen und mich zur Therapiedecke aufs Sofa setzen und an ihr arbeiten. Euch noch eine schöne Woche.

Ein Gedanke zu „Kaddys Therapie – das Ende

  1. DANK für „neue“ Info!Ja,der wieder „neue“ „Klimawechsel“, muss sich erst wieder „umgewöhnen“!“Seelisch“ & „körperlich“!
    Verstehe das sehr gut,dass wirklich gemütliche Cafe’s ,in Oberhausen fehlen!“Mehr Brutto vom „Netto“…….
    LG,“Oldboy“ p

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