Fazit nach 365 Tage rauchfrei

Hallo Besucher, Nerds & NUschies …

… wenn ich an letztes Jahr Heilig Abend denke und einen Vergleich zu heute ziehe gibt es nur zwei kleinere Unterschiede:

  1. Ich trage beim tippen keine Handschuhe, weil wir endlich dieses Jahr umgezogen sind und eine warme Wohnung haben.
  2. Ich bin genau so sentimental, wie letztes Jahr.

… letzteres muß wohl die Jahreszeit mit sich bringen & das bringt mich dann wohl zu diesem Post.

… aber wo ist nun der Unterschied zum Raucher sein, den ich mir erhofft hatte?

… es gibt grundsätzlich keinen. Gut, die Bude stinkt morgens nicht mehr wie eine alte ungelüftete Kneipe. Meine Lunge laß ich morgens auch nicht beim Zähne putzen ins Waschbecken fallen, weil ich mir das Zwerchfell raushuste. Der Schreibtisch ist zwar frei vom Asche, doch die Staubschicht bleibt nicht mehr liegen. Früher ist der Staub mit Nikotin & Asche eine sehr innige Verbindung eingegangen, dass ich fast mit einem Zeranfeldreiniger die Tischplatte abkratzen mußte. Auch nach 4 Monaten in der neuen Wohnung sind die Ecken, in denen die PCs stehen nicht quietsche gelb, sondern noch immer schneeweiß. Aber ein großer Unterschied ist nicht zu merken.

… und wo ist all das Geld hin, was man sparen soll. Und irgendwo hab ich doch gespart, schließlich haben mein Mann und ich jeder jeden Tag eine große Schachtel [teure Marke hier bitte einsetzen] geraucht. Und wenn ich gleich ins Schlafzimmer gehe, meinen Schlafi vom Schlafiharken nehme & auf die 10kg Hüftgold mehr zu letztes Jahr schaue, weiß ich wo es ist. Denn es schmeckt alles besser. Vonwegen Du ißt mehr, weil du das Rauchen kompensieren mußt. Nene, die Geschmacksnerven lassen endlich die geballte Vielfalt der E’s in Tütensuppen oder Tiefkühlpizzen ungebremst bis zum Hirn durch.Und diese Zartbitteschoki, Leute ich sage euch, wenn der Schokoladengeschmack sich auf der Zunge zerteilt & bis zum Hirn durchkommen. Es gibt kaum etwas besseres. [Hier bitte beliebigen Sexwitz einsetzen :-)]

… und doch gibt es noch immer diesen Wo sind meine Kippen? -Moment in denen ich ganz hektisch mit den Händen zur Jacken-/Hosentasche greife & mir dann immer einfällt:“Hey, Du rauchst ja nicht mehr.“ Oder wenn ich mich mal wieder über irgendetwas aufrege. Sei es die Kassierin, die mir 2 Tage vor heilig Abend auf den Bauch schaut und mir viel Glück mit meinem Christkind wünscht oder der Schichtplan, der so exorbitant bescheiden ist, dass ich mich frage, wie lange man wohl mit nur 6h Schlaf auskommt, ohne gesundheitliche Nebenwirkungen davonzutragen. Ja dann denke ich mir:“ JETZT wieder anfangen mit rauchen, das wäre es doch. Gleich gehe ich los & hol mir eine Schachtel, Schei… drauf, obs ungesund ist.“ Doch dann bremst mich mein Mann, weil er müßte dann ja ungewollt mit rauchen als Passivraucher. Das ist ja noch gefährlicher [uuuuuh]. Aber nein, ihm will ich das nicht antun, neben einem Nikotinklumpen sitzen zu müssen.

… lange Rede, kurzer Unsinn, es war eine echt gute Idee, mit dem Rauchen aufzuhören. Mal schauen, wie meine Meinung nach 730 Tagen ausschaut. Bis dahin wünsch ich Dir, mein Blogleser, erholsame Weihnachtsfeiertage & zumind. einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 

in diesem Sinne

eure Kaddy

Ein Gedanke zu „Fazit nach 365 Tage rauchfrei

  1. Jo, mal schauen, was Du so in 8 Tagen dazu schreibst …

    Ob sich noch ein paar Gramm zu den 10 kg Hüftgold gesellt haben …, oder ob sich die Schwimmerei ausgezahlt hat.

    ;-D

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