Achtsamkeit, so wichtig!

Nachdem ich nun tagelang meine Selbstfürsorge vernachlässigt habe, fange ich wieder damit an. Dazu gehört unter anderem, dass ich alte oder frühere Rituale wieder aufleben lasse. Als erstes fielen mir zwei davon wieder ein:

  1. Meine ToHaveFunListe wieder bei Twitter posten
  2. Das Achtsamkeitsbuch aus dem Regal nehmen, entstauben und wieder benutzen.

Warum auch immer, ich habe keine Idee, wieso die Idee hinter der ToHaveFunListe bei mir so gut funktioniert.

Was ist (m)eine ToHaveFunListe?

Diese Liste setze ich meist, wenn alles optimal läuft, einen Abend vorher bei Twitter ins Netz und hefte sie an meine Profilseite ein. So können andere und ich selbst nachschauen, was noch auf der Liste steht und was ich schon geschafft habe. Aber wieso denn „Fun“, werdet ihr euch sicher fragen. Na weil da nicht nur „böse“ Dinge wie auf einer ToDoListe drauf kommen. Ich schließe meine Liste immer mit mindestens einer, wenn nicht sogar zwei Aufgaben ab. Von daher, habe ich auch immer ein gutes Gefühl, wenn ich sie mir durchlese. Heute zum Beispiel sah meine Liste wie folgt aus:

Naja, erst einmal durfte ich meine 8 Stunden Büro hinter mich bringen. Das war nicht sonderlich schwer, denn wenn man erst einmal im Büro ist, kam die Arbeit von ganz alleine.

Nach dem Feierabend hingegen mich noch einmal aufraffen und zusammen mit meinem Mann den Haushalt wuppen, DAS ist dann schon eher eine Herausforderung für mich, vor allem wenn noch soooo viele Erfolge in World of Warcraft warten. Wenn ich da aktuell nicht meinen fleissig zockenden Mann hätte, der den einen oder anderen Erfolg für mich mit erarbeitet, ich wäre hoffnungslos verloren. Doch das macht nichts, denn nachdem das Wohnzimmer fertig ist, kann ich mich an den PC setzen und mich entspannen. Ja, in der Tat, indem ich diesen Post schreibe, den ihr gerade lest, entspanne ich mich und mache damit etwas für mein Seelenheil. Auch wenn das für viele wie ein Stück Therapie wirkt, ist es doch auch mein Hobby!

Sobald aber der Post online ist und der dritte Punkt abgehakt ist, kommt aktuell die schönste Aufgabe, die mich mir auferlege:

Das Achtsamkeitsbuch

Man kann Achtsamkeit erlesen? Du schreibst an einem Buch? Was ist das? So oder ähnlich haben sich die Fragen in meiner TL und über andere Medien angehört. Und deshalb zeige ich meine Art, den Tag abzuschließen, mit einem guten Gefühl. Denn genau darum geht es mir mit meinen Ritualen und Aufgaben: endlich wieder das gute Gefühl nach einem Tag zu bekommen.

Das Buch habe ich von der lieben @dudeldumm bekommen und bin ihr sehr sehr sehr sehr sehr dankbar dafür. Auch wenn ich es einmal einige Zeit lang links liegen gelassen habe und einfach nicht befüllt habe. Es einfach da liegen zu haben und es sich ab und zu mal zu schnappen, darin zu stöbern tut mir schon gut. Ich schaue, ob ich mich an den einen oder anderen Tag erinnern kann. Oder manchmal ist es anders herum. Da erinnere ich mich wieder an besonders schöne Tage, die ich einfach wieder vergessen habe.

Hier geht es zu einem Blick bei Amazon, ! ACHTUNG HREFLINK !, leider nicht mit einem Blick ins Buch, wie es häufig bei Amazon üblich ist. Denn das Vorwort ist sehr schön geschrieben. Ich habe aber aktuell eine Anfrage an den Verlag gesendet via E-Mail, ob ich das Vorwort hier niederschreiben darf. Ich halte euch auf dem Laufendem.

Doch wie ist so ein Buch nun aufgebaut? Ich zeige euch mal eine leere Doppelseite:

Eine Woche in Dankbarkeit aufgeteilt, ziemlich unspektakulär, oder? ;-)

Für jeden Tag mache ich mir dann jeweils drei Punkte.Während ich darüber nachdenke, was an diesem Tag für mich gut gelaufen ist, worauf ich besonders stolz bin oder was ich einfach nur schön fand, mache ich mir ein Getränk. Eine Zeitlang habe ich diesen Punkt komplett zum Schluss am Tag gemacht. Alles andere wurde vorher erledigt, Essen vorbereiten und Gedanken machen, was ich am nächsten Tag zum Beispiel anziehen werde. Ich bin dann auch schon meist bettfein, bei Twitter habe ich mich verabschiedet und die Zahnbürste wartet nur noch auf mich zum Zähne putzen. Vor allem im Winter greife ich dann zu einem leckeren beruhigenden Tee und setze mich dann dahin, wo ich es in dieser Situation sehr gemütlich finde. Das kann schonmal der Schreibtisch, vor allem wenn er frisch aufgeräumt ist, oder das Sofa sein.

Anfangs strengte ich mich sehr an, schöne Dinge zu finden; Depression eben. Manchmal ist es auch einfach nur die Tatsache, dass die Sonne schien oder der Kater ruhig auf dem Balkon in der Sonne lag. Ich werte auch nicht, ich schreibe mir die Dinge auf, wie ich mich daran erinnern kann, dass sie mir eingefallen sind. Je nach Zeit, Muse oder noch vorhandenes Getränk verziere ich den Platz des Tages noch mit Kleinigkeiten wie Stempeleien, ein paar Zeichnungen oder Sticker; was mir so in den Sinn kommt. Dann gibt es aber auch Wochen in dem Buch, in denen einfach nur nüchtern die Tatsachen, die schönen Tatsachen des Tages zierlos herunter geschrieben wurden.

Und wieso das alles?

Das Ergebnis ist jedoch immer bei mir das gleiche: Ich gehe mit einem Lächeln ins Bett und weiß, dass der erlebte Tag ein wunderbarer war. Mit so einem Gefühl einzuschlafen hat mir geholfen, wieder meinen Blick auf die schönen Dinge im Leben zu richten, mich daran zu erinnern und mir manchmal, wenn keiner hinsieht, auf die Schulter zu klopfen, da ich den Tag richtig gut geschafft habe. Und ich weiss, dass ich das morgen wieder haben kann, das tolle Gefühl.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.