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essence ~ „exit to explore“

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„Glitzergrüße aus dem Uschischrank und herzlich willkommen…“ So oder ähnlich würde ich euch aktuell begrüßen, wenn ich denn eine VLogKamera hätte. Da ich diese aber noch nicht habe, kommt es „nur“ auf dem Blog in schriftlicher Form zur Geltung. Ich vermisse es eh schon, diesen Satz in eine Linse zu sagen, aber ich schweife ab. Denn es gibt endlich mal wieder einen Post zum Thema Beauty. Um das Thema habe ich mich lange herum gedrückt, doch Essence hat unter anderem mich wieder mit interessanten Informationen versorgt, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Passend zu meiner Wunschhaarfarbe entführt Essence uns in die Exotische Welt des Amazonas. In der Pressemitteilung heißt es wie folgt: Weiterlesen

„Endlich Regen!“ – das Brillen-Selbstexperiment ~ Tag 6

BrilleTag1Heute ist der Geburtstag meines Mannes und noch etwas gibt es zu feiern. Es ist nämlich der zweite Tag, an dem ich daran denke, die Brille morgens aufzuziehen, bevor ich irgendetwas anderes mache. Der Tisch wird gedeckt und ich gehe los, Brötchen für unser Frühstück zu holen. Als ich noch die Wohnungstür zuziehe, nieselt es etwas. Soll heute endlich der Tag sein, an dem ich die Frage aller Brillenträger beantworten kann? Ich jubel innerlich: „Endlich Regen!

Doch auch heute wieder scheint sich das Wetter einen Spaß daraus zu machen, mich zu ärgern. Kaum bin ich aus dem Haus, fällt kein Regentropfen mehr, weder vom Himmel, noch vom Baum und auch nicht von den Markisen der Geschäfte. Ich lege einen schlecht gelaunten Blick auf und gehe in einen Supermarkt, noch ein paar Zutaten für das Purzeltagsmenü holen. Da fällt es mir das erste Mal so richtig auf, wovon mein Mann und die Familie bereits am Samstag drüber gesprochen haben: Die Menschen machen mir Platz, gehen mir aus dem Weg. Ich brauche mich nur zu räuspern und jemanden mit dem Blick zu fixieren, schon weicht dieser Jemand zurück und macht mir Platz. Hat man etwa Angst vor mir? Ich verwerfe den Gedanken und husche schnell durch den Laden. Schließlich will ich wieder in den Regen und endlich wissen: Ist es wirklich so schlimm?

Wieder einmal macht sich das Wetter einen Spaß daraus. Auch zu meinem zweiten Teil, meine täglichen 4.000 Schritte zu schaffen, lässt sich kein Regentropfen auf meiner Brille blicken. Der Mann kann es kaum fassen, hat er doch einige kleine Tröpfchen abbekommen.

Ursprünglich wollte ich die Brille nur eine Woche tragen, doch solange ich noch immer keinen Regen abbekommen habe im Alltag, werde ich sie auflassen.

 

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„Juchu, es regnet nicht!“ „Ja, ich freu mich auch nicht.“ – das Brillen-Selbstexperiment ~ Tag 5

BrilleTag1Ich habe daran gedacht. Ich habe es wirklich geschafft und die Brille aufgesetzt, bevor wir den Montagmorgen das Haus verlassen haben. DAS habe ich ja schon für ein halbes Wunder gehalten.

Der Himmel ist wolkenverhangen und wir wollen trotzdem mit dem Fahrrad unsere Termine abklappern. Also Reifendruck überprüfen und los, zum Jobcenter. Dort werden wir den Rehaberater von meinem Mann kennenlernen. ICH wäre die Strecke ja über die Hauptstraße gefahren, mein Mann will es aber etwas landschaftlich wertvoller. In der aussichtsreicheren Tour gibt es ein Berg, der mich mächtig hecheln lässt. Plötzlich fängt an, meine Brille vom eigenen Atem an, zu beschlagen. Es ist nur kurz und nur am unteren Rand, aber es irritiert schon recht stark, wenn man damit nicht gerechnet hat.

Nachdem wir am Termin Nummer 1 wieder zu Atem gekommen sind, frage ich sofort meinen Mann, ob das mit der beschlagenen Brille beim Rad fahren normal ist. Er bestätigt mir das und ich bin beruhigt. Wieder einmal bin ich froh, einen so erfahrenen Brillenträger bei mir zu haben. Würde ich eine wirkliche Brille tragen, wäre ich in dieser Welt schon mehr als einmal hoffnungslos verloren gewesen.

Nach unserem 1. Termin schaue ich zum Himmel hoch. Dieser ist noch immer wolkenverhangen, aber nicht mehr so grau, wie noch vor zwei Stunden. „Juchu, es regnet nicht!„, freut sich mein Mann. Ich bin da nicht so glücklich drüber. „Ja, ich freu mich auch nicht.“ Das Wetter bleibt wirklich stabil den ganzen Tag über. Und es ist ihm egal, ob wir einen Kaffee trinken gehen oder ich alleine mit meinem Rad durch die Innenstadt schiebe. Am Nachmittag, als ich vollkommen müde Zuhause auf dem Sofa liege, fängt es an zu nieseln. Ich bin etwas brummig mit Petrus, schließlich trage ich die Brille nicht zum Spaß.

 

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„Schatz? Hast Du meine Brille gesehen?“ – das Brillen-Selbstexperiment ~ Tag 4

BrilleTag1Es ist Montagmorgen und im Halbschlaf taste ich mich durch die Wohnung. Das Wetter ist schön und genau das ist das Problem, meine Augen sind nämlich noch gar nicht wach. Und das, wo wir heute so viel zu tun haben. Ich bin froh, dass wir es am Sonntag sehr ruhig angehen gelassen haben. Draußen war ich Sonntag nur vor dem Frühstück, eine Runde laufen. Ich hatte am Samstag ein Gespräch mit einem anderen Gast, in dem es um Sport ging. Er erzählte mir, dass er eine sehr sehr lange (ich habe vergessen, wie lange die Strecke war, habe so etwas um die 60km im Kopf) Strecke letztes Jahr zur Party mit dem Rad gefahren ist. Weiter erzählte er vom Glücksmoment, als er an der Adresse ankam. Ich weiß sofort, was er meint. Ich erinnere mich noch gut an den Glücksrausch, als ich das erste Mal morgens wirklich gerannt bin. Nichts mehr mit walken oder langsam joggen. Ich bin wirklich gerannt, bis mir die Lunge und auch zugegebener maßen die Kniegelenke brannten. Doch das Gefühl, vollkommen außer Atem aber glücklich vor der Haustüre zu stehen ist greifbarer denn je gewesen und ich habe mit in diesem Moment so sehr dahin zurück gesehnt. Und hell yeah, wozu habe ich denn die Runtastic Motion zum Purzeltag bekommen, wenn sie maximal die Schritte bei der Kühlschrankinventur und im Hausputz zählt?

Also ab am Sonntag Tisch gedeckt und rein in die Laufschuhe. Natürlich bin ich nur etwas schneller spaziert. Mit dem aktuellen Kampfgewicht von knapp über 110kg sollte man nicht rennen. Zu präsent sind die Schmerzen der Knie wieder in Erinnerung, waren nicht schön. Was euch sicher mehr interessiert ist die Antwort auf die Frage: Hattest Du die Brille auf? Natürlich hatte ich sie auf. Ich habe sie beim Tisch decken in der Küche gefunden. Nach dem recht flotten Spaziergang musste ich sie ablegen, sie rutschte mir immer wieder von der Nase.

Nach dem Frühstück kam dann eine Frage, die mein Mann diesen Sonntag dann noch häufiger zu hören bekam: „Schatz? Hast Du meine Brille gesehen?“ Mal lag sie im Bad auf der Ablage über dem WC, dann wieder im Wohnzimmer auf der Armlehne vom Sofa und ein weiteres Mal in der Küche am Herd, direkt neben der Pfanne, in der ich etwas angebraten habe. Fettflecken sind gar nicht so einfach von der Brille zu bekommen mit nur heißem Wasser.

Tipp des Tages: Wenn ihr mal Fett auf der Brille habt, könnt ihr ruhig zu etwas Spülmittel greifen, sofern in diesem keine creme ähnlichen Zusätze drin sind, die die Haut beim Spülen so geschmeidig machen sollen. Hatte ich Mühe, das Zeug von der Brille zu bekommen. Ich bin gespannt, wie der Montag wird, wir wollen viel raus.

 

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„Ich habe die Brille vergessen, können wir noch einmal umdrehen?“ – das Brillen-Selbstexperiment ~ Tag 3

brilletag3Kurz bevor wir uns aufmachen, nach Wesel zu fahren, bekomme ich noch die Idee, meine Sonnenbrille heraus zu suchen. Ich habe da noch ein „Puck, die Stubenfliege“-Modell. Als ich das aufsetze, kommt meinem Mann fast ein Stückchen Kotze hoch. Kurz darauf ist von mir ein Quietschen zu hören. Er ist irritiert und ich putze eine zweite Fakebrille, setze sie mir auf die Nase. Das Modell gefällt nicht nur mir, sondern auch meinem Mann besser.  Ich schnappe mir meinen Thermobecher und wir fahren also nach Wesel.

Nur ein Standbesitzer ist irritiert uns sagt dies auch. Ob ich eine neue Brille hätte, fragt er. Ich verneine die Frage und kläre auf. Die Brillenträger um mich herum schütteln nur verständnislos den Kopf, er nickt. Das verständnislose Kopfschütteln um mich herum von den Brillenträgern ernte ich oft, sobald ich erkläre, warum ich als Nicht-Brillenträger heute (und auch die nächsten Tage noch) eine Brille trage. Mir ist es egal, sie haben Regen angesagt. Die Brillenträger um mich herum verziehen die Mine. Ich freue mich. Endlich soll das passieren, wieso ich seit drei Tagen mit Brille herumlaufe.

Doch wir haben Pech. Weder auf unserem Marktgang, noch auf dem Weg vom Frühstück zurück zum Auto regnet es. Erst als wir im Auto sitzen klopfen ein paar Tropfen zaghaft an die Autoscheiben an. Mein Mann freut sich, ich bin etwas traurig.

Was ich gelernt habe: Die Brille verhindert nicht, dass ich mich öfters an den Augen reibe, sondern sie ist ständig pepatscht. Beim Frühstück habe ich einen dicken Fettfleck auf die Brille bekommen. Ich wollte sie sofort mit einer Serviette wegwischen. Großes Tohuwabohu unter den Brillenträgern um mich herum. DAS wäre der Tod jeder Brille. Ich lasse es und nehme mein T-Shirt. Nun habe ich einen regelmäßigen Film auf dem rechten Brillenglas. Ich fühle mich wie in einem 3D-Buch aus den 90ern und kicher leise.

Wir fahren heute eher von Wesel nach Hause. Es fühlt sich komisch an, mal im Hellen nach Hause zu fahren. Wir wollen nachmittags noch weg, doch ich ziehe ein halbstündiges Nickerchen vor. Dann machen wir uns fertig und fahren zum Geburtstag. Da es mal wieder „weg geht“, schminke ich mich. Der Lidstrich gelingt mir ganz gut und ich gehe stolz zu meinem Mann. Dann brechen wir auf. Es ist zwar ein Geburtstag, an dem man quasi kommen kann, wann man möchte, aber es ist schon später, als wir vor hatten los zu fahren. Kurz vor der Autobahn dann das Dilemma: „Schatz, ich habe die Brille vergessen, können wir noch einmal umdrehen?“ Natürlich drehen wir nicht um und ich überlebe den schönen Abend auch ohne Brille ganz gut. Todmüde und ohne Brille falle ich abends nach dem Abschminkritual ins Bett. „Wo habe ich vorhin eigentlich die Brille hingepackt?„, schießt es mir noch durch den Kopf, doch dann hat mich das Traumland wieder und da ist auch schon Morpheus, der mir zuwinkt.

 

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